Universität für Musik, Schauspiel und Tanz

Über Jahre hinweg wurden bezüglich des Neubaus der Anton Bruckner Privat Universität verschiedenste Standorte untersucht. Letztendlich fiel im Dezember 2006 die Entscheidung, das neue Gebäude am Grundstück des früheren Schlosses Hagen, am Fuße des Pöstlingberges zu errichten. Trotz der dezentralen Lage, und der Umgebung, welche ausschließlich durch Wohnbau bestimmt wird, ist es vor allem die schnelle Verfügbarkeit, welche die Kommission für diesen Standort stimmen lässt. Diese Entscheidung wurde mit der Akkreditierung, welche einen Neubau verlangt, untermauert. Mit dem Ausbau der Pöstlingbergbahn und deren Verlängerung bis an den Hauptplatz erhielt die zukünftige Bruckner Uni auch einen adäquaten Anschluss an den öffentlichen Verkehr. Ein weiteres Argument für die dezentrale Lage ist die am Hagen gegebene Distanz zur Nachbarbebauung, welche im Vergleich zu einer Zentrumslage keine Anrainerbeschwerden erwarten lässt.

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Zeichen zur Stadt – Die erhöhte Lage am Fuße des Pöstlingberges ermöglicht die Sichtbarmachung des neuen Universitätsgebäudes zur Stadt. So ergibt sich, trotz des abgelegenen Standortes, eine ständige Präsenz der Universität im Stadtraum.

Tisch – Im sich sanft erhebenden Hang des Pöstlingberges zeichnet sich, als letzter wahrnehmbarer Rest des Schlosses Hagen, das Gelände des ehemaligen Schlossgartens ab. Diese horizontale Fläche, der »Tisch«, stellt eine topografische Besonderheit im ansteigenden Terrain dar. Eingefasst im dichtem Baumbestand, öffnet sich sein Außenraum Richtung Stadt, und verleiht dem Bauplatz, verstärkt durch den stark abfallenden Osthang, seinen speziellen Charakter.

Landschaftliche Qualitäten – Das momentan unbebaute Grundstück zeichnet sich besonders durch seine landschaftlichen Qualitäten aus. Diese Qualitäten gilt es zu erhalten bzw. zu ergänzen.

Freiraumbezug – Verwebung von Innen- und Außenraum, Anbindung einzelner Institute sowie öffentlicher Funktionen an den Freiraum.

Panorama – Wie bereits in der Grundstücksanalyse erwähnt, stellen die Ausblicke auf Linz und Urfahr eine große Qualität auf dem Grundstück dar. Bezugnehmend darauf werden Ausblicke bei Gemeinschafts- und Kommunikationsbereichen bewusst gelenkt.

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Maximaler Ausblick – Da sich das gesamte Raumprogramm, wie in Satz 7 beschrieben, um ein gemeinsames Zentrum anordnet, ergeben sich keine gegenüberliegenden Fassaden und somit hat jedes Übe- und Studierzimmer freien Ausblick in die Natur bzw. auf Linz und Urfahr.

Ein starkes Zentrum – Der Studienplan der Bruckner Universität sieht für den Großteil der Studienrichtungen ein Einzelstudium vor. Dies würde bei unserem Raumprogramm ein etwa 1000m langes Band an Studierzimmern erfordern. Indem wir diese Übe- und Studierzimmer um ein starkes Zentrum säumen, ergibt sich eine Vielzahl an zusätzliche Schnittstellen und dies ermöglicht in Folge Kommunikation und Austausch zwischen den Studierenden.

Klare Struktur – Ablesbarkeit der Institute und klare Durchwegungdes Gebäudes, sowie viele interne Blickbeziehungen.

Barth&Gnigler _ Schnitt 3

Große Volumen unter die Erde – Die Veranstaltungs- und Konzertsäle werden weitmöglichst unter die Erde geschoben. So wird, das für die Umgebung unverträgliche Volumen, oberirdisch minimiert und weiters können kleinere Volumen zusätzliche Vorteile, wie direkten Freiraumbezug, genießen.

Anbindung Pöstlingbergbahn – Die Studenten der Bruckner Universität werden die Fahrgastzahl der Pöstlingbergbahn deutlich anheben. Eine zusätzliche Haltestelle mit direkter Anbindung ermöglicht eine witterungsgeschützte Erreichbarkeit der Universität vom Bahnhof bis zum neuen Gebäude.

Barth&Gnigler _ Ansichten 2(ohne) Barth&Gnigler _ Grundriss (5) (ohne) Barth&Gnigler _ Grundriss (7) (ohne)