Die Stadt an der ecuadorianischen Küste folgt einerseits einem strengen Raster aus Straßen, durchbricht diesen aber gleichzeitig durch ein Netz aus fußläufigen Wegen und Plätzen. In diesem Geflecht grenzt sich das Stadthaus zur befahrenen Straße meist mithilfe einer Beton- oder Ziegelmauer ab. Das traditionelle Bambusgebäude hinter dieser schützenden Mauer ist leicht, es nimmt Rücksicht auf die klimatischen Bedingungen vor Ort sowie die Bedürfnisse seiner Bewohner.

 

Derzeit erlebt dieses klassische Stadthaus eine starke Veränderung. Anstelle von Bambus wird meist Betonstein eingesetzt, wodurch die klimatischen Qualitäten der Räume meist verloren gehen. Der Baustoff birgt jedoch auch ein soziales Problem. Durch die erhöhten Kosten wird oft auf zusätzlichen Wohnraum verzichtet. Eine komplexe, sich verändernde Familienstruktur findet oft keinen Platz.

 

Der Entwurf greift diese Thematik auf und denkt sie in einem modularen System weiter. Das Grundmodul “Mauer und Haus” kann in drei Schritten erweitert werden. Die Grundrissvarianten ermöglichen zusammengefasste wie getrennte Wohnungen, aber auch eine Kombination aus Wohnen und Gewerbe. Die Phase der Ausbaustufe spielt dabei keine Rolle. Auf städtebaulicher Ebene wird das Einzelobjekt zum Element der Stadtverdichtung, ihre Summe lässt ein neues Stadtquartier entstehen.

 

STÄDTEBAU – VERDICHTUNG AM BEISPIEL SAN VICENTE

- Neues Wohnquartier in modularer Bauweise [Bildausschnitt rechts oben]

- Quartierverdichtung durch modulare Bauweise [Bildausschnitt rechts unten]

 

Bildschirmfoto 2016-01-11 um 20.24.01
Grundmodul mit Erweiterungen

Grundmodul mit Erweiterungen

“Mini” – Grundmodul: Variante Familie:

“Mini” - Grundmodul 82m2 EG

“Mini” – Grundmodul 82m2 EG

“Mini” - Grundmodul 82m2 OG

“Mini” – Grundmodul 82m2 OG

 

“Maxi” – Grundmodul + 3 Erweiterungen: Variante Familie+ und Shop:

“Maxi” - Grundmodul 190m2 EG

“Maxi” – Grundmodul 190m2 EG

“Maxi” - Grundmodul 190m2 OG

“Maxi” – Grundmodul 190m2 OG

Modellfoto1  Bildschirmfoto 2016-01-11 um 20.23.40Modellfoto3