diesem entwurf eines wohnbaus vorangestellt war die frage: wie ist es möglich, mitten in der stadt absolute privatheit zu generieren, es zu ermöglichen ein buch im freien zu lesen, ohne dabei von allen nachbarinnen und nachbarn beobachtet werden zu können. die auflösung der frage fand sich in hofhäusern.

um das innerstädtische wohnen aufzuwerten und dabei einen mehrwert für den gesamten stadtteil zu gernerieren, wurde unter der mit hofhäusern bebauten wohnebene eine gewerbe- und gastronomiebetrieben vorbehaltene erdgeschoßebene eingeschoben. so entstand ein nach außen hin kompakt wirkender gebäudeblock, mit einer großer innerervielfalt. Darüber hinaus sind in der ergeschoßzone gemeinschaftsbereiche untergebracht, welche – im kern an einen lichthof angeschlossen – räumlichkeiten, wie gemeinschaftsküchen und pausenräume, für bewohner und mieter des stadtquartiers beherbergen. über dem erdgeschoss befindet sich die wohnebene der hofhäuser und maisonettewohnungen.

die hofhäuser machen das wechselspiel aus öffentlichkeit und privatheit wunderbar erlebbar. aus der stadt kommend betritt man erst den vorhof des gebäudes, bevor man sich plötzlich in absoluter privatheit wiederfindet, umgeben von einer hofmauer. das in diese umgrenzungsmauer eingeschriebene, dreistöckige bauwerk wiederum ist völlig durchlässig. hier sind fast keine weiteren wände mehr nötig – raumtrennende funktionen werden von den geschossdecken übernommen.

dieses grundkonzept aneinandergereihter hofhauser ermöglicht die differenzierung der einzelnen gebäude in drei verschiedene typen, welche in ihrer grundstücksbreite variieren (4 und 8 meter), ohne dabei die kompaktheit der gesamten bebauung zu beeinträchtigen.

folgendes gilt für alle drei typen: drei geschosse; zwei höfe, einen öffentlicheren zum ankommen und einen privateren; austritt ins freie auf jeder ebene – je nach jahreszeit und stimmung findet man so den passenden freisitz; hochbeet; erweiterungsmöglichkeit im obersten geschoss.

ziel des entwurfs war es, eine neues angebot für wohnen in der stadt zu generieren.

 

Rechnung und Nutzung

Rechnung und Nutzung

 

Grundrisse der einzelnen Häuser

Grundrisse der einzelnen Häuser

 

Grundriss 1. OG

Grundriss 1. OG

 

Schnitt und Ansicht Ost

Schnitt und Ansicht Ost

Modell 1:500

Modell 1:500

Modell 1:500

Modell 1:500

Ausschnittsmodell 1:100

Ausschnittsmodell 1:100