Ein nachhaltiger Veranstaltungspavillon für die Fußballeuropameisterschaft. Spezifische kulinarischer wie musikalischer Programme sollen das urbane Angebot über das Massenpublikum hinaus erweitern.

Für die Dauer der Fußballeuropameisterschaft 2008 – ausgetragen in der Schweiz und in Österreich – wird ein Pavillon entwickelt. Das temporäre Bauwerk soll eine »kulturelle« Alternative zu den von Veranstalterseite geplanten Installationen werden. Motto: nicht DJ Ötzi und Würstel sondern spezifische Programme kulinarischer wie musikalischer Art sollen das urbane Angebot über das Massenpublikum hinaus erweitern.

Der Pavillon besteht aus einem »Raum« für die Fußball-Liveübertragungen und soll darüber hinaus geeignet sein für eine 14-tägige Folge unterschiedlicher Veranstaltungen wie z.B. Empfang, Disco, Lesung, Kabarett, Tanz und Feste. So wenig wie möglich soll zur fixen, permanenten Ausstattung gehören, im Minimum jedoch eine Bar/Küche sowie eine Rollbox für Stühle/Material.

Als Baumaterial für diese Bauaufgabe sollen »Bausteine« d.h. für das Bauen geeignete Elemente gesucht werden. Das Kriterium: Nachhaltigkeit. Die Elemente müssen nach ihrem Einsatz unzerstört zum Auseinandernehmen sein und ihrer gewohnten Nutzung zugeführt werden können (bzw. dem Sponsor wieder zurückgegeben werden). Die Elemente sollen auf einfache Weise (z.B. Klammern/Binden) verbunden werden. Als Ergänzung können Folien, Fliese oder Planen zum Einsatz kommen.

Somit gibt es einen kreativ-konstruktiven Teil des Entwurfs (Baumaterial), einen konzeptionell-funktionalen Teil (inhaltliche »Programmierung«) und einen städtebaulich-urbanen Teil (beispielhafte Aufstellungen vor Ort). In obiger Reihenfolge soll an die Bauaufgabe herangegangen werden. 1. Finden eines Materials, 2. Entwicklung eines Bauwerks gemeinsam mit 3., der »Beweisführung« auf verschiedenen Plätzen der Stadt.