Ziel des Entwurfsprojekts „Altstadt Hartberg“ war es, einige brachliegende, historisch jedoch wertvolle Bauten in Innenstadtlagen wie auch private und öffentliche Freiräume auf ihre Entwicklungsmöglichkeiten hin zu untersuchen.

Die Studierenden sollten das Stadtzentrum von Hartberg in seinen Zusammenhängen erfassen und auf gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen vorbereiten. Es galt, Besonderheiten und Traditionen aufzuspüren und diese nachhaltig weiterzuentwickeln. Der historische Kontext mit den nah gelegenen, attraktiven und durchgrünten Freiräumen sowie die Angebote an Bildung und Kultur waren als Rahmen für einzukünftiges Wohnen und Arbeiten im Zentrum zu verstehen und in die einzelnen Konzepte zu integrieren.

Die Aufgabe sollte sowohl mit analytischem Verstand als auch mit Intuition angegangen werden. Dem aber nicht genug: Die Frage nach der Zukunft kleinstädtischer Strukturen stellt über architektonische Gestaltung hinaus ein gesamtgesellschaftliches, global bedeutendes Thema dar. Was könnte wieder Wertschöpfung in die Ortszentren zurückbringen? Wie kann die Kleinstadt wieder attraktiv für die Jungen werden? Und womit könnten wir hier den Alten einen schönen Lebensabend bescheren?

Es ging uns in der Ausrichtung und Betreuung nicht um das „große Gesamtkonzept“. Viel eher haben wir nach punktuellenInterventionen mit identitätsstiftender Atmosphäre gesucht und Impulse für weitere strategische Entwicklungen gesetzt. Höchste Priorität hatten die Lebensqualität der Hartberger Altstadt für alle Altersgruppen und die Schaffung eines anziehenden Mittelpunktes für die Region Oststeiermark.