Begibt man sich auf einen architektonischen Streifzug durch Hartberg, so findet man von „Diesem“, manches vom „Jenem“ und vieles von hier nach dort Adaptierte. In überragender Weise gibt es jedoch weder das „Eine“, noch das „Andere“. Man könnte also meinen: In Hartberg gibt es nirgends nichts und an wenigen Orten wirkliche etwas.

Dieser wunderbare Zustand des unauf geregten Dahinplätscherns, entspringt unterschiedlichen Quellen und darf als vorgefundene Gegebenheit wahrgenommen werden. Eben jene gebaute Entspanntheit prägt den Ort und verleitet zum Weiterspinnen des architektonischen Müßiggangs.

Dementsprechend bestand einfach das Interesse, einfach zu bleiben und mit großer Spannung jene Augenblicke zu suchen, wo das Einf ache, einf ach anders wird.
Das Wohnhaus greift lokale Traditionen auf, führt sie fort, überhöht manchen Charakterzug und versucht dadurch, auf das Reizvolle im gebauten Alltäglichen, auf merksam zu machen.

Die Struktur der neuen Gebäude verspricht Flexibilität im Wohnen und ermöglicht eine nachträgliche Umnutzung für vielerlei Zwecke. Dem Entwurf soll eine funktionale Freiheit inhärent sein und zur Aneignung ermutigen. Wichtig ist das Zusammenspiel undefinierter Räume zu einem vielfältigen Konglomerat des Wohnens, bei einer gleichzeitigen definitiven Aussage über die atmosphärische Qualität der Architektur.

Tragender Gedanke ist das Zusammenspiel der plastischen Fakten, die materiell/atmosphärischen Fixpunkte, und der elastischen Angelegenheiten, wie die Benutzung eines Raumes und dessen Verhältnis zum Angrenzenden.

Schwarzplan OGSchnittFotos