Ausgangspunkt des Entwurfs der Therme war ein Besuch eines alten Stadtbades in Budapest, welches von seiner Atmosphäre und Intimität sehr beeindruckte. Dies erklärt auch den gewählten Standort, direkt an der Kreuzung Hopfengasse-Stifterstraße, da diese alten Bäder immer an äußerst urbanen Stellen auftraten und somit immer einen sehr guten Ausgleich zwischen Stadt und Erholung schaffen.

Der Thermenbesuch gliedert sich in drei Abschnitten. Erstens das »Hintersichlassen der Stadt«, darauf folgt das Eintreten in das Thermengebäude und drittens das Eintauchen in das atmosphärische Bad. Wobei der Weg vom Eingang hin zur »Bade-box« mittels einer durchgängigen Rampe – die einen durch die einzelnen Abschnitte eines Bades, sowie unterschiedliche Wellnessbereiche führt – vorgegeben wird und als Ritual zu sehen ist.

Der hermetische Baukörper kommuniziert an gezielten Stellen mit dem Außenraum und lässt somit nur wenige Öffnungen zu. Es wird eine äußerst intime und kontempaltive Atmosphäre geschaffen, um sich ohne Ablenkungen dem Ritual des Bades hingeben zu können.

Bath the Box, Katja Seifert

Schnitt

Bath the Box, Katja Seifert