Aus der unmittelbaren architektonischen Reaktion auf die schnurgerade Überlandstraße wird eine Strategie der Raumanordnung entwickelt, die über die funktionellen Erfordernisse hinaus Mehrwerte bietet.

Das Projekt bietet den AuftraggeberInnen nicht nur einen reibungslosen Funktionsablauf im Betrieb, auch dem Wunsch nach verschiedenen Bauweisen im Sinne einer 1:1 Demonstration der gebauten Architekturen für einen nachhaltigen und zukunftweisenden Umgang mit Ressourcen wird mit einer konzeptionellen Strategie entsprochen.

Das sprichwörtlich Rückgrat ist eine Wand/Mauer (schwedisch: vall), die nebst ihrer Lärmschutzfunktion vor allem gestalterischer und organisatorischer Ausgangspunkt für die Entwicklung einer Lösung ist. Pavillonartig und gleichsam tänzerisch sind die einzelnen Funktionen (Info, Café, Saal, …) als gebaute »Ausstellungsstücke« locker und linear aneinandergereiht.

Flexibilität als Nachhaltigkeit – es wird eine inhaltliche Nachhaltig im Sinne der Planung erreicht. Das Projekt bleibt bei einer strukturell bedingten »Gestaltsicherheit« sowohl in seinen Funktionen wie auch in den Bauweisen flexibel und offen. Darüber hinaus ist auch ein Bauen in Etappen möglich.

Modernes Bauen am »alten« Ort. Die »typologische Moderne« des Projekts steht durch die Maßstäblichkeit der Baumassen und die Materialwahl (Stein, Lehm, Holz, Stroh) mit dem bestehenden schwedischen Bauernhof in einem spannungsgeladenem Dialog. Das »Heute der Architektur« und die »Erde des Bestands« stehen im Dialog zueinander und bestehen jeweils für sich.

The Vall, Christian Wolf The Vall, Christian Wolf The Vall, Christian Wolf The Vall, Christian Wolf