Dieses Breitfußhotel zeichnet sich durch eine formale Verwandtschaft der geschwungenen Prismen von Sockel und Aufbau aus. Der Sockelbogen ist breit und flach, der Zimmerbogen ist schlank und mit vier Geschossen doppelt so hoch. Während sich die öffentlichen Funktionen vom Eingang an der Straße bis in den Garten zum Tal hinaus drehen, schmiegen sich die Zimmer entlang der Höhenschichtlinien dem Gelände an und weichen in die entgegengesetzte Richtung nach Osten zur ›Ewigen Wand‹ zurück.

Das Kurhotel reagiert in seiner Form sensibel auf die Landschaft, die Blickbezüge und den Park.

Die Zimmer sind in einem großen Bogen zum Panorama hin ausgerichtet – es gibt nur Ausblicke, keine Einblicke. Die Bauweise erlaubt ein Zusammenlegen von zwei kleinen zu einem großen Zimmer. Balkone an den Enden und Loggien bei den Stiegen bereichern die Hotelöffentlichkeit bis ins vierte Obergeschoss.

In der zentralen Eingangsebene sind die öffentlichen Bereiche logisch aneinandergereiht. Die Seminarräume liegen der »Ewigen Wand« zugeordnet, das Restaurant dem Tal. Die Servicezone dreht sich unter dem Zimmerbogen nach Norden weg und wird am Ende mit einer Zulieferstraße versorgt. Der Weg im Geschoss mündet in eine Kurterrasse, auf der Bänke dazu einladen, den Rundum-Blick inmitten des Kurparks zu genießen und Kräuterbeete das Erlebnis sinnlich abrunden.

Zwei Erschließungskerne versorgen das gesamte Kurhotel. Die zweite Stiege führt vom Restaurant in die Fitnesszone und weiter in die Wellness- und Kurbereiche. Diese haben Zugang zum Garten und werden über die Kurterrasse von oben mit Licht versorgt.

 

Städtebau: gegengleich geschwungene Sockel- bzw. Zimmerbaukörper
Typus: Breitfußhotel mit zwei Kernen
Bebaute Fläche: 3.078 m²
Bruttogeschossfläche: 7.625 m²
Nettonutzfläche: 7.194 m²
Zimmer: 100, davon 90 zu 36 m²; 10 zu 50 m²

Südwestansicht

Grundrisse Zimmertypen