Dieser Vorschlag interpretiert das Kurhotel als eine Abfolge von Aktivitäten. Ernährung, Bewegung und Behandlung sind bauliche Kristallisationspunkte auf dem Weg in die immer intimeren Zonen dieses Kurhotels. Von ganz öffentlichen Bereichen wie Lobby, Restauration und Seminarräume über Bereiche für die Hotelöffentlichkeit wie Bibliothek und Fitness bis zur Kurabteilung, die in Kleingruppen bzw. alleine in Anspruch genommen wird, führt der Weg immer tiefer ins Innere der Anlage. Am Ende warten Wasser und Ruhe.

Der klösterliche Kreuzgang wird zur Linie ›entwickelt‹ und als verbindender Raum zum Treffpunkt.

Das gesamte Hotel wird mit einem Zimmertypus, der in den Gebäudeecken variiert, bestritten. Die Räume sind mit den intimeren Funktionen in die Landschaft und mit den kommunikativen Funktionen in die Gemeinschaft, die Atrien, orientiert. In der konsequenten Reihung ergibt die Schottenbauweise nach außen eine lesbare und lebendige Fassade. Nach innen entsteht eine reizvolle Überlagerung der Bewegungsrichtung der Menschen am Weg mit der Blickrichtung der Gäste aus den Zimmern. Das Rückgrat der Anlage ist ein aus den Höhenschichtlinien entwickelter polygonal zugeschnittener Weg. Dieser passagenartige Raum öffnet sich hangabwärts zu den Atrien und gibt den Blick in das Innere der Anlage frei. Die Organisation der öffentlichen Funktionen entlang des Weges wird mit den kreuzgangähnlichen Erweiterungen für die Zimmertrakte typologisch bereichert. Räumliche Spannung wird durch die vertikale Staffelung der Bauteile erhöht.

 

Städtebau: mäandernde lineare Baukörper
Typus: Passagen mit Hoftypologie Bebaute
Fläche: 3.525 m²
Bruttogeschossfläche: 10.265 m²
Nettonutzfläche: 7.973 m²
Zimmer: 97, davon 89 zu 28 m²; 8 zu 42 m²

Kurhotel-Ansicht-Kur-200

Ansicht West, Kurtrakt

Grundrisse Zimmer Zimmer