Es gibt so manchen attraktiven städtischen Ort, welcher aufgrund zentraler Lage, guter Infrastrukturanbindung und Einbettung in einen Grünraum, bestechen kann. Leider werden diese schönen Flecke oftmals von Autos bewohnt. Den ganzen Tag besetzen sie diese Orte, wechseln sich manchmal ab, stehen dann wieder unzählige Stunden herum, wenn sie aber munter werden, sich regen und anschicken zu bewegen, dann wird es laut. Sie stinken, schreien sich zuweilen mit kurzen schrillen Lauten an und sind grundsätzlich von einer miesen Laune getrieben.

Alles in allem ziemliche Rüpel!

Wir Menschen schlängeln uns oftmals zwischen den schlafenden Autos vorbei, immer auf der Hut, um nicht Opfer eines tätlichen Angriffes zu werden. Autos haben ein ausgeprägtes Territorialverhalten. Wehe dem, der in ihr Revier eindringt! Zu oft schon wurden Menschen von Autos grob angegangen und herumgeschupft. Es gibt jedoch auch einen lebendigen Mensch-Ding-Austausch, so dürfen wir Menschen einen schmalen Streifen entlang ihres Revieres benützen, zum gegenseitigen Beschnuppern und so manches Mal wird uns auch ein Gastrecht zugesprochen. Unser Entwurf soll dem Traum von einem gemeinsamen Leben Rechnung tragen. Seite an Seite, Auto und Mensch in friedlicher Koexistenz und zur gegenseitigen Bereicherung, eine Symbiose! Es soll eine kleine Garage für uns Menschen entstehen, wo wir nach dem Frondienst einparken, neuen Kraftstoff tanken, uns aufpolieren und auch mal das Standlicht einschalten können.

Unsere Hütte steht über den Dingen!

Das Dach ist tief in die Baumkronen gesteckt und das schlanke Bein stemmt sich entschieden gegen den Grund. So manches Äugelein lugt aus den Blätterwald empor und aufgrund des aufgeständerten Körpers, entsteht behaglicher Wohnraum für die Autos auf Straßenniveau. So bekommen die Blech-Stinker kühlen Schatten ab, sind geschützt vor Regen und den Dellen bringenden Graupelschauer. Ein Gewinn für jeden! Vor allem aber für den Stadtraum, welcher eine Nachverdichtung erfährt und bisher ungenütztes Grünraum-Potential den Menschen zugänglich gemacht werden kann.

 

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