Eine städtebauliche und kulturpolitische Geste Richtung Süden.

Ziel des Theaterentwurfes war es, ein Gebäude zu planen, dass über die herkömmliche Theaternutzung hinaus mit der gesamten Stadt und mit den umliegenden Quartieren kommuniziert. Dies wird durch eine kluge Verkehrslösung und die Einbindung zusätzlicher Funktionen in den Gebäudekomplex erreicht sowie von einer offenen Durchwegung noch unterstützt.

Der Baumbestand im Volksgarten bleibt vollständig erhalten, die Wegführung wird optimiert und mit einer durchgehenden Möblierung ausgestattet. Die Milchhalle bleibt in ihrer als Treff- und Anhaltspunkt bekannten Form erhalten und wird reaktiviert.

Durch das Verlagern der Blumauerstraße entsteht ein urbaner Platz mit Fussgängerzone, der nicht nur die bestehenden Geschäfte sowie die derzeit verwahrloste Passage zur Scharitzerstrae aufwertet, sondern auch auf Platzniveau vermietbare Flächen anbietet. Unter der Rampe zum Theatereingang befindet sich eine Bar.

Die Blumauerstraße wird um 1,5m tiefer gelegt und leicht Richtung Westbahn verlagert. Die Tiefgarage des Theaters wird an der Mündung der Westbahnunterführung befahren. Hier befindet sich auch die Zufahrt zur Laderampe, eine der Westbahn entlang führende Einbahn auf Bühnenniveau.

Aufgrund der thematischen Eigenständigkeit der Studiobühe wird diese bewußt aus dem Raumprogramm genommen und in einem leerstehenden Gebäude südlich der Westbahn untergebracht. Die Grundintention dabei ist, eine städtebauliche und kulturpolitische Geste Richtung Süden zu setzen und so die Barriere Westbahn zu überwinden.

Musiktheater, Sandra Gnigler und Franz Koppelstätter Musiktheater, Sandra Gnigler und Franz Koppelstätter Musiktheater, Sandra Gnigler und Franz Koppelstätter