Fließender Raum

Drei zarte Gebäude »schwimmen« im Grünstreifen, parallel zur Donau. Ihre Anordnung sowie die Tatsache, dass sie um wenige Zentimeter vom Boden abgehoben sind, vermittelt einen driftenden Charakter. Die Anordnung lässt interessante Außenräume und Blickbeziehungen entstehen – Ausblicke in den Wald, auf’s Wasser und in den Himmel sind präzise gesetzt. Die auf den ersten Blick zufällig in die Landschaft gestreut wirkende Gebäudekomposition beweist bei genauerer Betrachtung innere Schlüssigkeit.

Der Entscheidung Gastraum, Küche und Sanitäranlagen räumlich voneinander zu trennen und in 3 pavillonartigen Gebäuden unterzubringen ermöglicht räumlich anspruchsvolle und ansprechende Möglichkeiten. Der gesamte Grünstreifen wird als Raum gedacht, die Grenzen zwischen Innen und Außen »verschwimmen«. Im Außenraum wird durch gekonntes Platzieren der Radständer sowie der Servicestation das fließende Raumspiel fortgesetzt und Zonen definiert, in welchen sich der Gastgarten nach Belieben und Bedarf  ausbreitenden kann.

Dieser eigenständige architektonische Entwurf besticht durch Unaufdringlichkeit und Leichtigkeit, welche der Aufgabe zu entsprechen scheinen und  er überzeugt mit seinem poetischen Konzept, welches der Umsetzung in eine architektonische Wirklichkeit standhält.

Thomas Gruber Thomas Gruber, Ansicht Nord Thomas GruberThomas Gruber