Grundsätzlich erfolgt die Strukturierung des Grundstücks in einen durchgängigen, großzügigen Grünraum im Westen und das erweiterte Sportareal im Osten. Dabei entstehen 2 Kanten, welche mit unterschiedlicher Stärke ausformuliert werden. Die Teilung von Sport und Grünraum auf dem Grundstück soll entlang einer „weichen Kante“ erfolgen, welche hauptsächlich durch entsprechende Bepflanzung und Oberflächengestaltung der Beläge erreicht werden soll. Die Ostkante wird härter ausformuliert – auf die unmittelbare Angrenzung an die Straße soll einerseits mit der Freiraumrampe, welche in diesem Bereich ihre Hochpunkte aufweist und andererseits mittels einer den beiden prominenten Richtungen im Grundstück folgenden Bebauung reagiert werden.
Durch diese Anordnung können sowohl die Grünraumbedürfnisse der umliegenden Bewohner erfüllt werden, indem die Situierung der Parkflächen fast zur Gänze im Norden angeordnet ist und eine durchgängige Verbindung mit dem Grünraum im Norden geschaffen wird, als auch die Verbesserung der durch Lärmimmission verursachten schwierigen Situation der BewohnerInnen in unmittelbarer Nähe zum Stadion, vor allem am Ostrand erzielt werden.

ETAPPE 1
Das Konzept sieht eine räumliche Fassung des bestehenden Stadions durch eine umlaufenden Freiraumrampe, deren Oberfläche sich unterschiedlich ausformuliert und zum flanieren einlädt. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die topografische Gestaltung und Höhenentwicklung der Rampe gelegt, welche sich harmonisch in die umliegenden Landschaft betten soll und dennoch eine räumlich erlebbare Stadionfassung bildet.
Ebenso Teil dieser Etappe ist die Integration einer weiteren Tribüne an der Ostseite sowie ein in die Rampe integrierter „Infrastrukturriegel“ der Umkleiden, öffentliche Wc´s, Stadionbetriebsräume und Technik beherbergt. Durch diese zusätzliche Infrastruktur können die im Süden befindlichen zusätzlichen Sportflächen bedient werden ohne den Betrieb in der Bestandshalle zu beeinträchtigen.

ETAPPE 2
In einem weiteren Schritt sieht das Konzept eine Bebauung an der Ostseite des Stadions vor, welche einerseits das vorhandene Indoor – Sportangebot erweitert und andererseits eine zusätzliche Funktion auf das Grundstück bringt. Entkoppelt von der Rampe soll ein Sporthotel entstehen welches schwerpunktmäßig für Fußball-Trainingscamps und Sportschulwochen ausgelegt ist. Das ausgearbeitet Konzept beinhaltet ebenfalls eine Variante in welcher dieses Sporthotel bei Bedarf zu einem betreubaren Wohnen ausgebaut werden kann. Im Zuge dieses Schritts werden auch einige geringfügige Adaptierungen in der bestehenden Halle angedacht.

 

1_150 3_150 4_150 5_150