Das Konzept dieses Stadthauses sieht vor, eine besonders große Durchmischung an Funktionen und verschiedenen Bewohnern zu ermöglichen. Der Baukörper dehnt sich dem Grundstückszuschnitt entsprechend in die Länge bis zum Westende und macht sich dort mit der maximal möglicher Masse breit. Der Arkadengang des Nachbarhauses wird hier weitergeführt, erhält allerdings einen Höhensprung um den Eingang zu betonen.

Die geschaffenen Räume lassen vielerlei Nutzungsvarianten zu – eine Wohnbox wird zum Beispiel leicht zur Bürobox oder eine Wohnung im Westen könnte als Loft oder als vier Zimmerwohnung genutzt werden.

Im Erdgeschoss finden sich an den beiden Straßenseiten eine Gewerbefläche, die als Büro, Shop oder Werkstatt für die Bewohner genutzt werden könnte.

Die Struktur aus Beton schmiegt sich im Osten an das Bestandshaus an, lässt aber im Erdgeschoss eine Fuge frei – so entsteht einen Durchgang zum Hof.  Die härtere, schwerere Masse des Betons stellt im gesamten Haus die Infrastruktur zur Verfügung, die weichen, leichten Holzboxen und -aufbauten nehmen vor allem die Wohnräume auf und treten aus der Umhüllung hervor.

An der Fassade im Osten erhält der Beton im Erdgeschoß durch eine Holzschalung ein Relief. Im Westen gliedern schmale Balkone und Rücksprünge die Ansicht. Im Hof durchdringen fünfzehn Wohnboxen die zu den Nachbarhäusern gewandte Ansicht, darunter ranken sich Pflanzen in die Höhe, deren Schattenwurf im Eingangsraum ein reizvolles Spiel entwickelt.

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