Das Projekt befindet sich in einer Baulücke die zwischen dem Graben und der Kollegiumsgasse in Linz situiert ist. Der umgebende Kontext hat den Entwurf maßgeblich beeinflusst. Die Grabenstraße ist stark befahren und schafft eine große Lärmkulisse. Im Süden der Lücke befindet sich ein bestehendes Haus, dass an der dem Bauplatz zugewandten Seite mit Fenstern versehen ist. Um den Bauplatz haben sich sowohl niedrige als auch sehr hohe Bebauungen entwickelt. Nur ein Innenhof an der Südlichen Grundgrenze bietet die Möglichkeit das Grundstück auch südseitig zu belichten. Im Norden grenzt eine sehr hohe Feuermauer an den länglichen Bauplatz. Richtung Osten und Westen ist durch die enge Ausformung der Lücke nur ein schmaler Belichtungsstreifen.

Die Form des Projektes hat sich aus den Einflussfaktoren des Kontextes entwickelt. Im ersten Schritt ist das Grundstück mit einem größtmöglichen Volumen an Baumasse gefüllt worden. Durch die Fenster in der bestehenden Fassade, wurde der Baukörper in zwei Teile geteilt. Ziel ist es die Belichtung der Nachbarfenster auch weiterhin zu ermöglichen und eine Atriumsituation zwischen den Gebäuden zu schaffen. Das herausgenommene Volumen des Atriums wird auf den hinteren Gebäudeteil hinzugegeben. Somit entstehen ein schwerer quaderförmiger Körper auf der der Kollegiumsgasse zugewandten Seite und ein leicht anmutender Bauteil, aufgelöst und zart zum Atrium und schützend zur Straße.In dem Zwischenraum befindet sich die Erschließung der Beiden Gebäudeteile. Diese Vertikalerschließung ist ein wesentliches Charakteristikum sowohl des Atriums als auch der Westfassade hohen Bauteiles. Sie befindet sich in der Fuge zischen den Bauteilen, an der nördlichen Feuermauer situiert und transformiert sich zu Balkone vor dem hohen Baukörper. Die Idee ist es diese Balkone multifunktional zu nutzen. Angedacht ist es diese als Pflanzenwachsgerüste einzusetzen. Dabei formen sich die Balkone als ein vertikaler Garten aus, und werden somit als grünes Zimmer bespielbar. Um das Stadtleben in all seiner Diversität im Projekt wiederzuspiegeln ist keine eindimensionale Verwertung des Grundstückes als Wohnbau projektiert. Vielmehr ist es das Ziel ein funktionale Vielfalt in das Projekt einkehren zu lassen. Das Raumprogramm beinhaltet daher von gewerblichen Büros über ein großzügiges Penthouse mit Hallenbad bis zum Studentenheim, das trotz aller Rationalität seinen Bewohnern großzügige Gemeinschaftsbereich und Gärten anbietet.

1OG OG