Aus Flach wird Hoch

Kern der Überlegung ist ein quadratischer Grundriss mit Naßversorgung, der die Kleinstwohnung leisten kann (Garçonnière). Durch das Koppeln von je zwei solcher Einheiten und dem Einfügen zweier, räumlich durchgängig getrennter Stiegen als klimatischen Pufferraum, ergeben sich Türme von bis zu 6 Geschossen. In den Erdgeschossen kann entweder gearbeitet oder – mit Gartenmauern »privatisiert« – gewohnt werden. Die Wohnräume werden zuoberst vorgeschlagen mit einer intimen Atriumterasse als Abschluss. So entstehen vertikale Wohnungstypologien, die geschossweise »Themen« platzieren können (Kinder, Eltern, Arbeiten, Wellness, Gäste, Alte …).

Sinnliche Häuser

Die einzelnen »Einfamilienhäuser« erlauben ein hohes Gefühl der Autonomie – so werden Sichtbeziehungen auf kurze Distanz durch die Lage der Öffnungen gezielt vermieden. Mit der Wahl von 80cm dicken Isolierbetonwänden erlebt dieses Projekt einen weiteren innovativen Schub. Der Autonomie werden Intimität und Stabilität als sinnliche Dimensionen zu Seite gestellt. Das »Haus« in seiner archaischen Bedeutung wird so ins Zentrum des Erlebens gerückt.

Die Stadt in der Stadt

Die extrem starke Signifikanz der Skyline dieser Siedlung wirkt identitätsbildend auf deren BewohnerInnen. Die Turmhausgruppe steht gleichsam als selbstbewusstes Gefüge stark in der heterogenen Umgebung und wird somit selbst zum (zukünftigen) Bezugspunkt für andere. Gleichzeitig ermöglicht die Anordnung der schlanken Einzelbauwerke eine räumliche Verzahnung, sowohl von Nord nach Süd in seiner Durchlässigkeit, als auch von Ost nach West in seiner Aufnahme der baulich vorgegebenen Richtungen.

Erdgeschoss

Erdgeschoss

Grundrisse